5 Haarpflegetipps für mehr Haarwachstum

Wünscht du dir längere oder vollere Haare und weißt nicht mit welchen Haarpflege-Routinen du für effektive Ergebnisse anfangen sollst? Hier stelle ich dir meine 5 besten Haarpflegetipps für mehr Haarwachstum vor. Alle der hier vorgestellten Tipps habe ich ausprobiert bzw. wende ich auch immer noch selbst auf meinen Haaren bzw. Kopfhaut an. Mit regelmäßiger Pflege und diesen Haarroutinen können auch deine Haare länger und voller werden.

Scalp Oiling - Kopfhaut mit (ätherischen) Ölen pflegen

Dies ist mein Lieblingstipp, da ich hierbei den größten Unterschied im Haarwachstum bemerkt habe. Beim Scalp Oiling werden auf den jeweiligen Haar- und Hauttyp abgestimmte Pflanzenöle auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Dies soll das Haarwachstum anregen, da die Kopfhaut mit einer Extraportion Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt wird. Vorzugsweise werden Inhaltsstoffe wie ätherisches Rosmarinöl, ätherisches Grapefruitöl, ätherisches Zedernöl, Rizinusöl, Senföl, ayurvedische Öle mit Amla oder Bhringaraj verwendet, da sie haarwachstumsanregende Wirkungen aufweisen.

Es gibt 2 Optionen. Du kannst das Haaröl zur Pflege der Kopfhaut oder zum Haarwachstum verwenden. Verwendest du es zur reinen Pflege der Kopfhaut lasse das Haaröl mindestens 30 Minuten pro Anwendung einwirken. Zum Anregen des Haarwachstums lässt du das Haaröl mindestens 2 Stunden pro Anwendung einwirken, damit die Nährstoffe genug Zeit haben ihre Wirkung zu entfalten. Führst du das Scalp Oiling mindestens einmal pro Woche durch, wird das Haarwachstum angekurbelt. Für noch schneller sichtbare Ergebnisse kannst du es auch 2-3 Mal wöchentlich (immer vor der nächsten Haarwäsche) anwenden. '
Meine Haare vertragen das jedoch nicht und brauchen zwischendurch eine Ölpause. Für mich ist Scalp Oiling mit meinen feinen, glatten Haaren 1x pro Woche ideal.

Da jedes Haar und jede Kopfhaut unterschiedlich ist, solltest du für dich herausfinden, welche Ölmischung am besten zu dir passt. Es gibt Öle, die eine eher leichte und schnelleinziehende oder fettige/aufliegende Textur haben. Je nach dem ob du feines, glattes, lockiges, sehr lockiges, poröses oder nicht poröses Haar hast wird das eine oder andere Öl besser zu dir passen. Generell sollte eins der oben genannten ätherischen Öle im Scalp Oil enthalten sein oder du mischt dir dieses zuhause selber an.

Hier gibt es Rezeptvorschläge von mir für DIY-Haaröl und Tipps zur genauen Durchführung des Scalp Oilings.

Kopfhautmassagen

Kopfhautmassagen regen die Durchblutung an und fördern so die Sauer- und Nährstoffzufuhr für die Haarwurzeln, was das Haarwachstum begünstigt. Kopfhautmassagen können sanft mit den Fingerkuppen oder mit Geräten (z.B. einem Scalp Massager aus Silikon) für mindestens 5 Minuten pro Anwendung durchgeführt werden. Wichtig ist nur, dass die Kopfhaut sanft massiert wird, da ein zu dolles Aufdrücken oder Rubbeln wiederum die Haarwurzeln strapazieren kann.

Kopfhautmassagen werden zum Beispiel beim Scalp Oiling eingebaut, damit das Öl besser in die Kopfhaut eindringt. Die Kopfhautmassage kann aber auch “trocken” also ohne Öl durchgeführt werden. Es eignet sich abends vor dem Schlafengehen die Kopfhaut zu massieren oder vor der nächsten Haarwäsche, falls deine Haare von einer Kopfmassage schnell fettig werden sollten. Sollte das schnelle fettig werden bei dir der Fall sein, lohnt es sich das Shampoo, das aktuell in Benutzung ist, zu überprüfen ob eventuell Silikone oder zu aggressive Tenside enthalten sind - diese Inhaltsstoffe können ein schnelles Nachfetten verursachen.

Probiere auch gern aus, deine Kopfhaut kopfüber zu massieren. Das erleichtert die Durchblutung, da das Blut so leichter bis zur Kopfhaut gepumpt werden kann - die Schwerkraft erleichtert dies, wenn du deinen Kopf kopfüber hältst.

Kopfhautpeeling - Deep Scalp Cleansing

Kopfhautpeelings sind eine wahre Wunderwaffe, um deine Kopfhaut von überschüssigen Produktresten, Talg, abgestorbenen Hautschüppchen und Schmutz tiefenzureinigen, was dein Shampoo nicht zu entfernen schafft. Somit ist die Kopfhaut wieder blitzeblank und kann gut durchatmen. Das ist wichtig für das Haarwachstum, damit von außen aufgetragenen Nährstoffe wie z.B. Haaröl gut aufgenommen werden können. Ist die Kopfhaut nämlich verstopft, können Kopfhaut-Pflegeprodukte weniger effektiv einwirken.

Je nach Haar- bzw. Hauttyp kannst du das Kopfhautpeeling ein- bis zweimal pro Monat anwenden. Peele die Kopfhaut nicht zu oft, da sonst - wie bei der Gesichtshaut auch - die normale Hautflora gestört wird und die Haut trocken wird. Für die Kopfhaut gibt es extra abgestimmte Kopfhautpeelings zu kaufen, du kannst aber auch ein hausgemachtes Peeling verwenden, z.B. aus Kaffeesatz oder Bambusperlen. DIY-Rezepte von mir für Kopfhautpeelings findest du demnächst hier.

Reiswasser Spülung - auf Feuchtigkeit-Protein-Balance achten

Fermentiertes Reiswasser als Haarspülung zu benutzen ist eine alte chinesische Tradition, die durch die Yao-Frauen (ein alter chinesischer Stamm in Südchina) mit ihren rekordlangen Haaren berühmt wurde. Durch die enthaltenen Proteine, Vitamine und durch das Fermentieren saure pH-Milieu wird die Kopfhaut mit vielen Nährstoffen versorgt und somit zum Haarwachstum angeregt. Im Reis sind viele wichtige Vitamine (Vitamin B - vor allem Isotinol, Vitamin C, Vitamin E), Aminosäuren und Mineralien enthalten, die deine Kopfhaut nähren. Vor allem Isotinol, ein Vitamin das im Reis enthalten ist, soll die Haargesundheit unterstützen und Haarausfall vorbeugen. Zudem hat der pH-Wert des fermentierten Reiswassers denselben Effekt wie eine Apfelessig-Spülung (Rezept hier), durch den sauren pH-Wert wird die Kopfhaut von Fett und Ablagerungen befreit, vor Erregern geschützt und die Haare erhalten einen schönen Glanz.

Doch Vorsicht: eine Reiswasser Spülung solltest du nicht zu häufig durchführen, da die enthaltenen Proteine zu einem Proteinüberschuss führen können. Das erkennst du daran, das sich deine Haar hart/steif, trocken, strohig, spröde oder brüchig anfühlen und ihnen der Glanz fehlt. Dann muss mit Feuchtigkeit gegengesteuert werden, zum Beispiel mit einer Haarmasken mit Aloe Vera und pflegenden Ölen. Daher empfehle ich die Reiswasserspülung je nach Beobachtung deiner Haare 1-2 Mal im Monat anzuwenden.
Deshalb solltest du auch unbedingt die Inhaltsstoffe deiner verwendeten Spülung und Haarmaske checken. Sind dort Proteine enthalten (u.a. (Hydrolyzed) Soy Protein, Rice Protein, Hydrolyzed Silk (Protein), Whey Protein, …) solltest du das Produkt nicht zu häufig verwenden, da es deine Feuchtigkeit-Protein-Balance durcheinander bringen kann. Achte am besten darauf, dass du Produkte mit und ohne Protein da hast, sodass du das Produkt verwenden kannst, das deine Haare gerade benötigen.

Ein Rezept für selbstgemachtes Reiswasser für eine Reiswasser-Haarspülung findest du demnächst hier.

Oft unterschätzt: Haarbürsten regelmäßig reinigen

Ich muss gestehen, dass ich diesen Tipp lange nicht kannte, aber für die Kopfhautgesundheit ist es wichtig, dass die Bürste regelmäßig (mind. 1x pro Woche) von Haaren, Staub, Stylingrückständen und Haartalg gereinigt wird.
Wer lange Haare hat kennt das, die Bürste sieht nach einigen Benutzungen schon wieder reinigungsbedürftig aus. Haare sammeln sich in den Borsten und erstaunlich viel Staub bleibt zwischen den Borsten an der Bürste festhängen. Für die Kopfhaut ist das alles andere als pflegend, da alter Haartalg und Staub immer wieder neu auf Kopfhaut und Haar verteilt werden. So verstopfen die Hautporen - für die Haarwurzeln und das Haarwachstum ist das ein Albtraum. Kopfhautpeelings und -massagen sind nicht sehr effektiv, wenn die Poren der Kopfhaut mit einer verschmutzten Bürste wieder verstopft werden.

Daher sollte deine Haarbürste regelmäßig von Haaren und Staub befreit werden. Mit einer Reinigungsbürste extra für Haarbürsten lassen sich Haare und Staub gut entfernen. Zudem sollte einmal pro Woche die Bürste mit einem milden Shampoo unter Wasser gereinigt werden. Eine alte Zahnbürste kann helfen, das Shampoo bis an den Ansatz der Borsten zu bringen, um dort Fett- und Stylingrückstände vollständig zu entfernen. Nach dem gründlichen Einshampoonieren mit lauwarmem Wasser ausspülen und vor allem Holzbürsten und Wildschweinborstenbürsten mit den Borsten nach unten gut trocknen lassen.

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Tolle Haarpflege-Rezepte (Naturkosmetik) für Zuhause zum Selbermachen findest du hier.

Meine 5 Haarpflegetipps für weniger Haarbruch und Spliss findest du hier.

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